Auto-Abo vs. Leasing – Warum Autos abonnieren?

Erklärung zu Leasing, Abo und Fazit

Der Autohandel scheint es wie die großen Softwarehäuser machen zu wollen: Autos abonnieren anstatt sie zu kaufen. Microsoft hat das beim Office Paket bereits zum Normalfall gemacht, wie auch viele andere. Doch warum sollte ich ein Auto abonnieren? Sollte ich das überhaupt? Mit dieser Frage habe ich mich nun einige Tage auseinandergesetzt.

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Ich muss gestehen, bis vor wenigen Wochen wusste ich auch nicht wirklic etwas mit dem Begriffen Auto-Abo oder auch Auto-Flat anfangen. Nachdem ich online auf die Frage “Passt ein Aboauto zu meinem Leben?” gestoßen bin, hat es “klick” gemacht und ich wollte mir diese Frage selbst beantworten. Was wäre mein Blog, wenn ich dich nicht über meine Gedanken in Kenntnis setzen würde? Vielen Dank an dieser Stelle an den Bloggerkollegen abofahren.de für den Denkanstoß! Er hat zur Blogparade aufgerufen.

Zuerst möchte ich aber erst klarstellen, worüber wir hier sprechen. Vor allem müssen wir zwei Fragen klären. “Was ist ein Auto-Abo?” “Was unterscheidet Abo von Leasing?”

Auto-Abos sind kein Leasing

Die meisten nehmen die vielen Werbespots rund um das Abonnieren eines ganzen Autos noch nicht bewusst. Das hat einen einfachen Grund. Sie denken ein Auto-Abo ist Auto Leasing. Aber so ganz stimmt das nicht.

Was ist Auto-Leasing

Leasing: Beim Leasing eines Autos schließt du in der Regel eine Leasing-Vertrag für zwei bis vier Jahre ab. Deine Leasing-Gebühren entsprechen in etwa einer monatlichen Miete, die du für den vereinbarten Zeitraum zahlst. Nach Ablauf der Leasingdauer kannst du dich entscheiden, ob du den Wagen weiter leasen möchtest, das Fahrzeug wechselst oder das Leasingfahrzeug kaufen wirst.

Werkstattbesuche und Autopflege zahlst du zudem noch zusätzlich. Zur Autowerkstatt deines Vertrauens kannst du nur noch, wenn er zufällig eine Vertragswerkstatt betreibt.

Auch musst du eine Autoversicherung abschließen. Vorgeschrieben wird vom Leasinggeber meistens eine Vollkaskoversicherung. Da kostet oft allein die Autoversicherung über 100 Euro im Monat. Du zahlst mit dem Leasing also ausschließlich das Auto.

Da die Leasing-Raten meist geringer sind als Raten für eine Autofinanzierung, ist das ein beliebter Einstieg. Die zu finanzierende Summe reduziert sich dadurch natürlich. Einen Leasing-Vertrag kündigen kannst du aber in der Regel nicht. Das kann schnell zur Kostenfalle werden, zum Beispiel bei Kurzarbeit oder gar Arbeitslosigkeit. Das Leasingfahrzeug wechseln kannst du vor Ende des Leasingzeitraums zudem auch nicht. Leasing bezieht sich immer auf ein bestimmtes Fahrzeug.

Was kostet Auto-Leasing?

  • Sonderzahlung zu Beginn oder Ende des Leasingvertrags
  • monatliche Leasinggebühren
  • Werkstatt- und Wartungskosten
  • Versicherung (inkl. Vollkaskoversicherung)
  • Kfz-Steuer

Beispielrechnung zum Autoleasing am Beispiel VW Tiguan bei 15 000 Kilometer Laufleistung im Jahr:

Anzahlung (laut meinauto.de) 4 500 €
monatliche Leasing-Rate (laut meinauto.de) 218,16 €
Vertragslaufzeit 48 Monate
Leasing-Gesamtkosten 14 971,68 €
Hinzu kommen Unterhaltungskosten für 4 Jahre (berechnet auf autocheck.de)  
+ Kfz-Versicherung inkl. Vollkasko 4 000 €
+ Kfz-Steuer 912 €
+ Inspektionen 1 440 €
+ TÜV 200 €
+ Werkstattkosten, Reifen, Pflege
(nur Vertragswerkstatt erlaubt!)
open end
Zusatzkosten gesamt (+ Werkstatt & Co.) 6 552 €
+ XXXX €

Was ist ein Auto-Abo?

Auto-Abo: Autos abonnieren bedeutet meistens eine Art Rund-um-sorglos-Paket für Autofahrer. Eine Autoflatrate im besten Fall. Mit der Abo-Gebühr zahlst du nicht nur dafür, Auto zu fahren. Teil des Abonnements sind auch Reparaturen, Inspektionen und sogar die Autoversicherung.

Vive-la-Car z. B. gibt beim Abo eines Autos folgende Inklusivleistungen an:

  • Monatliche Kosten inkl. Kfz-Steuer
  • Autoversicherung (Haftpflicht-, Teil-, und Vollkasko)
  • Werkstattkosten (Wartung und Verschleißteile)
  • Bereifung
  • Mobilitätsgarantie
  • Jederzeit kündbar

Bei den anderen Auto-Abo-Anbietern sieht das ähnlich aus.

Für die Veranschaulichung der Kosten habe ich ein Angebot zu einem VW Tiguan habe ich dort folgendes Angebot gefunden – klick.

Was kostet ein Auto-Abo?

Abonnementpaket mit 15 000 km im Jahr629,90 €
Gesamtkosten Autoabo für 48 Monate30 235,20 €

Auto-Abo vs. Auto-Leasing – Meinung

Ich denke, die Tabellen zeigen die Unterschiede zwischen beiden Arten, auf die man an ein Auto kommen kann, ohne es zu finanzieren. Nicht mit aufgeführt ist natürlich der Sprit. Beim Leasing müssen zudem massive Kosten für die Bereifung eingerechnet werden. Für vier Jahre würde ich nochmals um die 1 000 € für Bereifen einrechnen. Das fällt beim Auto-Abo weg. Tanken musst du in jedem Fall auf eigene Kosten.

Was ist denn nun aber besser? Wie bei so vielem: “Das, was zu dir passt”?

So einfach möchte ich es mir nicht machen. Du musst verstehen, dass ich niemand bin, der gerne Dinge nutzt, die ihm nicht gehören. Beim Auto ist es das Gleiche. Ich mag keine Finanzierungen und keine Auto-Abos oder Leasing. Deswegen fahre ich selbst immer noch einen ollen Fiat Punto. Genau deswegen konnte ich unvoreingenommen an die Sache heran gehen.

Entscheidung: Abo oder Leasing? Fazit.

Oberflächlich gesehen ist das Autoabo wesentlich teurer, als ein Auto zu leasen. Gleichzeitig hält es dich flexibel. Nochmals einer der wichtigsten Vorteile im Auto-Abo: Du kannst die Auto-Flatrate kündigen. Ein Auto-Leasing kannst du dagegen nicht kündigen. Vor allem in Zeiten wie diesen kann so etwas Gold wert sein.

Wenn du jedoch mit dem Gedanken spielst, das Fahrzeug später zu übernehmen, dann lässt dir das Leasing mehr Möglichkeiten. Im Anschluss an das Leasing bleibt nämlich ein Restwert. Für diesen kannst du das Auto oft kaufen. Du musst für den Traumauto dann also einen geringeren Finanzierungsbetrag aufnehmen. Quasi ein Gebrauchtwagen, der von Anfang an nur von dir durch die Straßen bewegt wurde – zumindest beim Neuwagen-Leasing.

Ein weiterer Punkt, der für das Leasing spricht: Du sammelst schadenfreie Jahre in der Kfz-Versicherung. Beim Autoabo passiert das nicht. Wenn du also irgendwann aus dem Abo einsteigen und ein Auto kaufen oder ein Auto leasen möchtest, hast du für die vorigen Jahre keine anrechenbare Schadenfreiheit. Das kann spätestens das Auto extrem teuer machen, dass du dir danach holst. Im Gegensatz zum Leasing. Dort kümmerst du dich selbst um eine Kfz-Versicherung und sammelst munter schadenfreie Jahre an.

Bleibt noch zu bemerken, dass es zur Zeit nur wenige nennenswerte Abo-Anbieter gibt. Auch die Auswahl an Automodellen im Abobereich kann mit der Leasing-Auswahl bei weitem nicht mithalten.

Würde ich ein Auto abonnieren?

Nein, aktuell würde ich selbst das nicht tun. Das liegt einfach an den hohen Fixkosten und an fehlenden Erfahrungswerte auch aus dem Bekanntenkreis. Ich kenne (noch) niemanden, der ein Abonnement für ein Auto abgeschlossen hat. Je nach dem wie sich Elektromobilität weiterentwickelt, bleibt es ein spannendes Thema. Ich bleibe dran, denn ich hoffe, dass mit der Zeit die Kosten sinken und die Möglichkeit bieten, neue Technologien auch ohne einen Riesenkredit aufnehmen zu müssen. Das könnte den Weg in Richtung E-Mobility durchaus einfacher gestalten.

Tatsächlich überlege ich sogar, wie ich komplett frei vom Auto werden könnte. Aber das ist ein anderes Thema.

Sobald es hier nennenswerte Neuerungen gibt, werde ich dich wieder informieren!

Vielen Dank fürs Lesen!

Velik


Wenn du noch tiefer in das Thema Auto-Abo einsteigen möchtest, empfehle ich dir den Blog abofahren.de.

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